Top Ölproduzent: Umgehung der US Sanktionen gegen Iran quasi unmöglich

Ein Top Ölproduzent sagte, dass es quasi unmöglich für jedes Unternehmen ist, die neuen und erneuerten Sanktionen der USA gegen das iranische Regime zu umgehen. Er sagte weiter, dass es zu erwarten war, dass Donald Trump die Sanktionen gegen das iranische Regime wieder einsetzen wird und dass jeder sich darauf einstellen konnte.

Am Freitag sagte der Vorsitzende der Vitol Group, Ian Taylor, bei einem Treffen auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg:“ Es ist eine große Herausforderung….Ich denke, niemand von uns wird darum herum kommen.“

Er sagte weiter, dass unklar ist, wie Europa auf die Sanktionen reagieren wird und wie die Europäische Zentralbank einen Weg finden kann, die Sanktionen für europäische Unternehmen zu umgehen.

Dies gibt auch die Meinung anderer Leiter von Industrieunternehmen wieder, die ebenfalls glauben, dass es keinen Weg mehr für Geschäfte mit dem Iran unter den US Sanktionen gibt und dass bereits mehrere Entscheidungen zum Rückzug aus Handelsdeals mit dem Iran getroffen wurden, nachdem sich die USA aus dem Atomdeal zurück zog.

Der Vorstandsvorsitzende der Total SA, Patrick Pouyanne, sagte ebenfalls kürzlich, dass man sich „keine Illusionen“ machen sollte, dass europäische Unternehmen eine Ausnahme von den US Sanktionen erhalten. Der Vorsitzende der BP Plc, Bob Dudley, sagte ebenfalls, dass sein Unternehmen keine Risiken eingeht, wenn es um die US Sanktionen gegen den Iran geht.

Trump gab am 8. Mai bekannt, dass sich die USA aus dem Atomdeal von 2015 zurück ziehen werden. Gründe dafür waren:

  • Der angestrebte Stop des Baus von Kernwaffen für mehr als 10 Jahre ist gescheitert
  • Die Menschenrechtsverletzungen des iranischen Regimes und sein destruktives Verhalten in der Region wurde nicht beachtet
  • Zu wenige internationale Inspektionen auf den iranischen Atomanlagen

Zum letzten Mal gab es in der Zeit zwischen 2012 – 2016 Sanktionen der USA gegen den Iran. Eine kleine Gruppe von meist asiatischen Unternehmen konnte beschränkten Handel mit dem Iran durchführen, was die Stärke der US Sanktionen zeigte. Es zeigte sich dabei unter anderem auch, dass dadurch die Importe dieser Unternehmen in die USA sanken und sie ihren Zugang zum US Finanzmarkt verloren. Und dieses Mal ist sogar zu erwarten, dass es keine Ausnahmen dieser Art geben wird.

Europa hat sich zwar gegen die Sanktionen ausgesprochen, weil es lukrative Deals mit dem Iran nicht verlieren will, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass auch sie die Beziehungen zu dem terroristischen Regime einstellen werden, um weiterhin Zugang zum größeren US Markt zu behalten. Einen Weg zu finden, um die US Sanktionen zu umgehen, wäre mit einer Menge Aufwand verbunden und es könnte schmerzliche Folgen haben.

ncr-iran.org

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